Zurück zum Screener

Anleitung zum Aktien-Screener

Professionelle Werkzeuge zur Aktienanalyse — vorgefertigte Strategiefilter, individuelle Kennzahlen-Filter und eine tabellarische Darstellung. Hier erfahren Sie, wie Sie den Screener optimal nutzen.

Strategiefilter

Strategiefilter sind vorgefertigte Kombinationen aus fundamentalen Kennzahlen. Jeder Filter bildet eine bekannte Anlagestrategie ab und zeigt nur Aktien, die alle Kriterien gleichzeitig erfüllen.

1 Billige Aktien

Aktien finden, die nach mehreren klassischen Bewertungskennzahlen gleichzeitig günstig bewertet sind und zusätzlich eine Dividende ausschütten.
KennzahlBedingungSchwellwert
KGV (Trailing P/E)12
KGVe (Forward P/E)10
Dividendenrendite2 %
Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV)2,0
Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV)6,0

2 Burggraben (Moat)

Unternehmen mit dauerhaftem Wettbewerbsvorteil identifizieren — hohe Margen, starke Eigenkapitalrendite und niedrige Investitionsanforderungen (nach Warren Buffett: CapEx konstant unter 25 % des Nettogewinns).
KennzahlBedingungSchwellwert
Bruttomarge40 %
Gewinnmarge (Netto)20 %
Eigenkapitalrendite (ROE)15 %
CapEx / Nettogewinn25 %

3 Discount

Aktien, die aktuell unter ihrem historischen Bewertungsniveau gehandelt werden. Die Dividendenrendite liegt über dem 5-Jahres-Durchschnitt und das KGV unter dem 5-Jahres-Durchschnitt — ein Hinweis auf eine vorübergehende Unterbewertung.
KennzahlBedingungVergleichswert
Freie Cashflow-Rendite3 %
Dividendenrendite>5-Jahres-Durchschnitt der Dividendenrendite
KGV (Trailing P/E)<5-Jahres-Durchschnitts-KGV

4 Dividendenwachstum

Unternehmen mit nachhaltig steigenden Dividenden. Der Filter kombiniert überdurchschnittliche aktuelle Rendite mit stabilem Dividendenwachstum über 10 Jahre — sowohl im Durchschnitt als auch im Median, um Ausreißerjahre herauszufiltern.
KennzahlBedingungVergleichswert
Dividendenrendite>5-Jahres-Durchschnitt der Dividendenrendite
10-Jahres-Durchschnitt Dividendenwachstum10 %
5-Jahres-Median Dividendenwachstum10 %
10-Jahres-Median Dividendenwachstum10 %

5 Trendstärke

Aktien herausfiltern, die kurzfristig Schwung haben, mittelfristig über ihrem Halbjahres-Schnitt notieren und auch langfristig im Aufwärtstrend liegen. Momentum (Kurs heute / Kurs vor N Tagen, split-bereinigt) ist im Filter über ein Dropdown wählbar: 1, 3, 6 oder 12 Monate. Default sind 6 Monate – das entspricht der Empfehlung von Levy. Relative Stärke nach Levy (Kurs heute / 27-Wochen-Durchschnitt, ca. 189 Kalendertage, split-bereinigt) setzt den aktuellen Kurs ins Verhältnis zum Halbjahres-Mittel. Zusätzlich muss der 27-Wochen-Mittelwert über dem 52-Wochen-Mittelwert liegen (beide split-bereinigt) – ein klassischer Moving-Average-Cross, der bestätigt, dass das mittelfristige Preisniveau über dem langfristigen liegt. So fallen Aktien heraus, die langfristig fallen und nur eine kurze Erholung zeigen.
KennzahlBedingungSchwellwert
Momentum (1M / 3M / 6M / 12M, wählbar)1,0
Relative Stärke (27W)1,0
27-Wochen-Mittelwert>52-Wochen-Mittelwert

6 Peter Lynch Fair Value

Nach dem Vorbild von Peter Lynch: Wachstumsstarke Unternehmen zu einem fairen Preis. Umsatz und Gewinn wachsen solide, das KGV ist moderat, und die Short-Quote ist niedrig — ein Zeichen dafür, dass auch der Markt nicht gegen das Unternehmen wettet.
KennzahlBedingungSchwellwert
5-Jahres-Durchschnitt Umsatzwachstum>5 %
5-Jahres-Durchschnitt Gewinnwachstum>5,5 %
Short-Quote (% des Floats)<10 %
KGV (Trailing P/E)<22
KGVe (Forward P/E)<15
Bilanzstabilität (Market Cap vs. Enterprise Value) Δ ≤ 20 %
Eigenkapitalquote 35 %

7 Antizyklisch

Gegen den Strom investieren. Dieser Filter sucht Aktien, die deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch und unter der 200-Tage-Linie notieren — potenzielle Einstiegschancen bei temporär abgestraften Unternehmen.
KennzahlBedingungSchwellwert
Abstand zum 52-Wochen-Hoch−20 %
Abstand zur 200-Tage-Linie−15 %

8 Gesunde Bilanz

Unternehmen mit solider finanzieller Substanz. Geprüft wird, ob die Marktkapitalisierung im Verhältnis zum Enterprise Value gesund ist — Unternehmen, deren Nettoverschuldung die Marktkapitalisierung nicht überproportional aufbläht.
KennzahlBedingungBeschreibung
Bilanzstabilität (Market Cap vs. Enterprise Value) Δ ≤ 20 %
Eigenkapitalquote 35 %

Themenfelder ein- und ausblenden

Die Tabelle im Screener enthält über 80 Spalten, gruppiert in 8 farbcodierte Themenfelder. Über die Schalter oberhalb der Tabelle blenden Sie gezielt die Spaltengruppen ein oder aus, die für Ihre Analyse relevant sind:

  • Wachstum
  • Performance
  • Technik
  • Bewertungskennzahlen
  • Dividenden
  • Bilanz
  • Profitabilität
  • Unternehmensdaten

Individuelle Filter

Eigene Filter fügen Sie über den Button „Filter hinzufügen“ oberhalb der Tabelle hinzu. Das Auswahlfenster hat zwei Tabs: „Fertige Strategien“ mit vorkonfigurierten Filtern und „Eigene Kennzahl“ für frei definierte Regeln.

Im Tab „Eigene Kennzahl“ wählen Sie eine Kennzahl, einen Operator (> oder <) und einen Schwellwert. Mehrere individuelle Filter werden kombiniert: eine Aktie muss alle Kriterien gleichzeitig erfüllen.

Verfügbare Kennzahl-Kategorien

  • Bewertung: KGV, KGVe, PEG-Ratio, KUV, KCV, KBV, Gewinnrendite, Freie Cashflow-Rendite, Freie Cashflow-Rendite (EV)
  • Bilanz: Eigenkapitalquote
  • Dividenden: Dividendenrendite, Div. Wachstum (Y-o-Y), 5- und 10-Jahres-Dividendenwachstum (Durchschnitt und Median)
  • Profitabilität: Bruttomarge, EBIT-Marge, EBITDA-Marge, Nettomarge, ROE, ROA
  • Wachstum: 5- und 10-Jahres-Umsatzwachstum, 5- und 10-Jahres-Gewinnwachstum (Durchschnitt und Median), Rule of 40 (TTM) und Rule of 40 (letztes Quartal)
  • Kursentwicklung: Kurs relativ zum 50-Tage- und 200-Tage-Durchschnitt, Kurstrend (bis 3 Jahre) und die zugehörige Zahl an Monaten Kurshistorie
  • Marktdaten: Beta, Volumen, Short-Quote
  • Sonstige: Branchenvorsprung, Platz in der Branche, erfasste Wettbewerber, Anteil am Branchenumsatz

Die vier Größen unter Sonstige vergleichen eine Aktie mit ihrer eigenen Branche. Maßstab ist der Umsatz: Platz in der Branche und erfasste Wettbewerber ergeben zusammen die Position (etwa Platz 1 von 49), der Anteil am Branchenumsatz zeigt, wie viel vom gesamten Branchenumsatz auf diese Aktie entfällt. Der Branchenvorsprung ist das Vielfache, mit dem sich eine Aktie am größten Wettbewerber misst: Der Branchenerste wird dabei am Zweitgrößten gemessen, alle übrigen am Ersten. Ein Wert von 4,93x beim Ersten heißt also fast fünfmal so viel Umsatz wie die Nummer zwei, ein Wert von 0,40x bei einem Verfolger heißt zwei Fünftel des Branchenersten.

Verglichen wird mit den im Screener erfassten börsennotierten Wettbewerbern. Private Konkurrenten fehlen darin, in manchen Branchen sind das die größten. Bei Branchen mit weniger als vier erfassten Wettbewerbern bleiben alle vier Spalten leer, weil ein Vergleich unter zwei oder drei Titeln nichts über Marktstellung aussagt.

Der Kurstrend (bis 3 Jahre) ist ein Vielfaches wie das Momentum: 1,12x heißt plus 12 % über den gemessenen Zeitraum. Verglichen werden zwei Monatsmediane, damit einzelne Ausreißertage in den Kursdaten das Ergebnis nicht verschieben. Gemessen wird der längste verfügbare Zeitraum, höchstens jedoch 36 Monate. Wie lang er bei einer Aktie tatsächlich ist, steht in der Spalte Kurstrend (Monate): nur mit ihr sind zwei Werte vergleichbar, denn nicht jede Aktie hat drei Jahre Kurshistorie in unserem Bestand. Unter zwölf Monaten bleiben beide Spalten leer.

Die Rule of 40 ist die Summe aus Umsatzwachstum und Marge des freien Cashflows. Sie steht in zwei Messfenstern zur Verfügung, weil beide in Umlauf sind: Rule of 40 (TTM) rechnet mit den letzten zwölf Monaten gegen die zwölf Monate davor, Rule of 40 (letztes Quartal) nimmt das jüngste Berichtsquartal gegen das Vorjahresquartal. Bei Unternehmen mit anziehendem Wachstum liegt der Quartalswert deutlich höher, dafür schwankt er stärker. Für Aktien ohne Quartalsmeldungen bei der US-Börsenaufsicht bleibt die Quartalsvariante leer.

Fertige Strategien (vorgefertigte Einzelfilter)

Im Tab „Fertige Strategien“ stehen fertige Einzelfilter bereit, die ohne Eingabe eines Schwellwerts funktionieren. Sie vergleichen Kennzahlen einer Aktie entweder mit ihren eigenen historischen Werten oder mit anderen Kennzahlen derselben Aktie.

Die Filter sind als Karten nach Thema gruppiert (Bewertung, Technik, Volumen, Qualität, Marktdaten, Warnzeichen), jede Karte mit Kurzbeschreibung. Ein Klick auf die Karte fügt den Filter direkt hinzu; das Fragezeichen-Symbol öffnet die ausführlichen Kriterien. Bei „Historisch günstig“ und „Historisch teuer“ lässt sich vor dem Hinzufügen die Abweichung (Standard 15 %) einstellen.

Bewertungsvergleiche

FilterLogikErklärung
Div. Rendite > ∅ 5 Jahre Dividendenrendite > 5-Jahres-Durchschnitt Die aktuelle Dividendenrendite liegt über dem eigenen 5-Jahres-Durchschnitt — ein Hinweis, dass die Aktie im Vergleich zur eigenen Historie günstiger bewertet ist.
KGV < ∅ 5 Jahre KGV < 5-Jahres-Durchschnitts-KGV Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt unter dem eigenen 5-Jahres-Durchschnitt — die Aktie ist gemessen an der eigenen Bewertungshistorie günstiger als üblich.
KGV < ∅ 10 Jahre KGV < 10-Jahres-Durchschnitts-KGV Wie oben, aber über einen längeren Zeitraum von 10 Jahren — noch robusterer Vergleich, da kurzfristige Schwankungen geglättet werden.
KGVe < KGV Forward P/E < Trailing P/E Das erwartete KGV ist niedriger als das aktuelle — Analysten rechnen mit steigenden Gewinnen, die Aktie wird in Zukunft voraussichtlich günstiger bewertet.
KBV < ∅ 5 Jahre KBV < 5-Jahres-Durchschnitts-KBV Das aktuelle Kurs-Buchwert-Verhältnis liegt unter dem eigenen 5-Jahres-Durchschnitt — die Aktie ist gemessen an der eigenen Bewertungshistorie günstiger als üblich.

Kurs relativ zu gleitenden Durchschnitten

FilterLogikErklärung
Kurs > 50-Tage Durchschnitt Kurs > 50-Tage-Linie Die Aktie notiert über ihrem kurzfristigen Trend — ein bullisches Signal, das auf Aufwärtsdynamik hindeutet.
Kurs < 50-Tage Durchschnitt Kurs < 50-Tage-Linie Die Aktie notiert unter ihrem kurzfristigen Trend — kann auf eine Korrektur oder Schwäche hindeuten, aber auch eine Einstiegschance sein.
Kurs > 200-Tage Durchschnitt Kurs > 200-Tage-Linie Die Aktie notiert über ihrem Trend der letzten Monate — ein klassisches Signal für technische Stärke.
Langfristiger Aufwärtstrend Kurstrend über 36 Monate ≥ 1,50x, volle 36 Monate Kurshistorie, Momentum (12 Monate) ≥ 1,0 und Kurs über der 200-Tage-Linie Aktien, deren Kurs über drei Jahre steigt und heute noch steigt. Der Dreijahreswert vergleicht zwei Monatsmediane statt zweier Stichtage, damit einzelne Ausreißertage das Ergebnis nicht kippen. Die beiden kürzeren Bedingungen prüfen, ob der Trend noch trägt: ohne sie stehen Werte in der Liste, deren gesamter Zuwachs aus dem ersten Jahr stammt. Aktien mit kürzerer Kurshistorie bleiben außen vor, weil sich über drei Jahre nichts belegen lässt, was nicht drei Jahre zurückreicht. Ist der Filter aktiv, erscheint die Spalte Aufwärtstrend (3 Jahre) mit dem Trendwert als Vielfaches (1,50x entspricht plus 50 %), nach dem sich sortieren lässt.
Kurs < 200-Tage Durchschnitt Kurs < 200-Tage-Linie Die Aktie befindet sich im langfristigen Abwärtstrend — interessant für antizyklische Anleger.
Kurs ≈ 200-Tage Durchschnitt Kurs innerhalb ±1 % der 200-Tage-Linie Die Aktie notiert exakt an ihrer 200-Tage-Linie — ein potenzieller Wendepunkt, an dem sich Trend-Entscheidungen häufen.
Kurs < 52-Wochen-Durchschnitt Kurs unter dem 52-Wochen-Mittelwert Die Aktie notiert aktuell unter ihrem Jahresmittel — sie hat in den letzten 12 Monaten per saldo nachgegeben.
Kurs ≈ 52-Wochen-Durchschnitt Kurs innerhalb ±1 % des 52-Wochen-Mittelwerts Die Aktie notiert exakt auf Höhe ihres Jahresmittels — ein möglicher Gleichgewichtspunkt zwischen Käufern und Verkäufern.
Kurs auf dem 52-Wochentief Kurs höchstens 5 % über dem 52-Wochen-Tief Die Aktie notiert am unteren Ende ihrer Jahresspanne — potenzieller Boden oder fallendes Messer, je nach Fundamentaldaten. Ist der Filter aktiv, erscheint hinter „Unternehmenswert“ die Spalte Kurs auf dem 52-Wochentief (Abstand) mit dem prozentualen Abstand des Kurses zum Tief.
Korrektur-Hunter (15–25 % unter Hoch) Abstand zum 52W-Hoch ≤ −15 % und > −25 %, GD 200 positiv, 52W-Durchschnitt positiv Aktien in einer gesunden Korrektur: 15–25 % unter dem Jahreshoch, aber strukturell noch intakter Aufwärtstrend. Das enge Fenster schließt minimale Dellen (< 15 %) ebenso aus wie tiefe Einbrüche (> 25 %). GD 200 und 52-Wochen-Durchschnitt als Untergrenzen bestätigen, dass der mittelfristige Trend positiv bleibt.
Fahnenstange (kurzfristig überhitzt) Kurs ≥ 20 % über 50-Tage-Schnitt, 1-Monats-Anstieg 40–150 %, höchstens 10 % unter 52-Wochen-Hoch und 1-Wochen-Change ≥ −5 %, ab 1 Mrd Marktkapitalisierung Sucht parabolische, kurzfristig überhitzte Werte, die gerade noch senkrecht laufen: steiler Anstieg weit über den kurzfristigen Trend, nahe am Jahreshoch und noch nicht abrollend (kein scharfer Wochenrücksetzer). Die Obergrenze von 150 % blendet Split-Artefakte aus, der Marktkapitalisierungs-Filter illiquide Microcaps. Ein Mean-Reversion-Profil mit hohem Rücksetzer-Risiko, kein Qualitätsscreen. Näherung über Trendabstand und Kurzfrist-Return, kein klassischer RSI.

Qualitäts- und Bilanzfilter

FilterLogikErklärung
Burggraben Bruttomarge ≥ 40 %, Nettomarge ≥ 20 %, ROE ≥ 15 %, CapEx/Nettogewinn ≤ 25 % Identisch mit dem Strategiefilter „Burggraben“ — hier als Einzelfilter nutzbar, um ihn mit eigenen Filtern zu kombinieren.
Gesunde Bilanz Differenz aus Marktkapitalisierung und Enterprise Value ≤ 20 % des Maximums Prüft, ob die Nettoverschuldung (Differenz zwischen Enterprise Value und Marktkapitalisierung) moderat ist. Bei gesunden Unternehmen weichen die beiden Werte maximal 20 % voneinander ab.
Netto-Cash Kasse > Schulden Mehr Geld in der Kasse als Schulden in der Bilanz — die Definition bleibt wörtlich, ohne versteckte Mindesthöhe. Wie dick das Polster ist, zeigt die Spalte Netto-Cash (Anteil), die sich mit dem Filter einblendet und nach der sich sortieren lässt: Sie setzt das Netto-Cash ins Verhältnis zur Marktkapitalisierung. Der absolute Betrag allein sagt wenig — 60 Mrd sind bei dem einen Konzern 3,5 % des Werts, 66 Mrd bei einem anderen 17,3 %.

Banken, Immobilienunternehmen und Versorger bleiben außen vor. Bei einer Bank ist Liquidität Betriebsstoff und keine Reserve — ohne diese Sperre stünden dort Institute mit einem rechnerischen „Netto-Cash“ vom Vielfachen ihrer Marktkapitalisierung ganz oben.
Marktführer Platz 1 der Branche, mindestens 8 erfasste Wettbewerber, mindestens das 1,2-fache des Zweiten Aktien, die ihre Branche tatsächlich anführen. Drei Bedingungen müssen zusammenkommen. Platz 1 nach Umsatz: Wer Zweiter ist, führt nicht. Mindestens acht erfasste Wettbewerber: In sehr eng zugeschnittenen Branchen mit nur einer Handvoll Titeln sagt eine Führung wenig aus. Und mindestens das 1,2-fache des Zweitgrößten: Bei rund einem Drittel aller Branchenersten liegt der Vorsprung darunter, dort ist die Führung eine Frage weniger Prozent.

Mit dem Filter blenden sich zwei Spalten ein, nach denen sich sortieren lässt: Marktführer (Vorsprung zum Zweiten) zeigt das Vielfache gegenüber der Nummer zwei, Marktführer (Platz in der Branche) den Rang. Beide zusammen trennen den beherrschenden Konzern vom knappen Ersten: Microsoft führt mit dem 4,93-fachen des Zweiten und stellt damit 55,7 % des erfassten Branchenumsatzes, JP Morgan führt mit dem 1,59-fachen und kommt auf 9,8 % bei 28 Wettbewerbern.

Zwei Einschränkungen gehören zur Einordnung. Verglichen wird nur mit börsennotierten Wettbewerbern, private Konkurrenten fehlen. Und der Maßstab ist der Umsatz, was Geschäftsmodelle mit hohem Durchsatz und dünner Marge gegenüber margenstarken Anbietern begünstigt.

Wachstumsfilter

FilterLogikErklärung
Beschleunigtes Wachstum TTM-Umsatzwachstum − max(5J-Median, 5J-CAGR) ≥ 3 Pp., beide Baselines ≥ 8 % Das aktuelle Umsatzwachstum (TTM) übertrifft den stärkeren der beiden historischen Referenzwerte — 5-Jahres-Median und 5-Jahres-CAGR — um mindestens 3 Prozentpunkte. Beide Baselines müssen mindestens 8 % betragen, damit nur echte Wachstumsunternehmen in die Auswahl kommen. Der max()-Vergleich stellt sicher, dass das TTM-Wachstum sowohl das typische Jahreswachstum (Median) als auch den strukturellen Langfristtrend (CAGR) schlägt — ein robusteres Signal als der bloße Vergleich mit einem einzelnen Wert.
Verlangsamtes Wachstum max(5J-Median, 5J-CAGR) − TTM-Umsatzwachstum ≥ 3 Pp., Baseline ≥ 8 % Das aktuelle Umsatzwachstum (TTM) liegt mindestens 3 Prozentpunkte unter dem stärkeren der beiden historischen Referenzwerte. Die historische Baseline muss ≥ 8 % sein — der Filter zielt damit bewusst auf ehemalige Wachstumsunternehmen, deren Dynamik nachlässt, nicht auf strukturell langsam wachsende Firmen. TTM kann positiv oder negativ sein: sowohl eine Abschwächung von 20 % auf 5 % als auch ein Umsatzrückgang werden erfasst.

Historische Bewertungsfilter

FilterLogikErklärung
Historisch günstig Gewichtete Votes ≥ 1,5: KUV und KCV je 1,0 — KGV 0,5 — Schwelle je ≤ (100 − Abw.) % des 5J-Durchschnitts Vergleicht KGV, KUV und KCV jeweils mit dem eigenen 5-Jahres-Durchschnitt. Liegt eine Kennzahl mindestens um die eingestellte Abweichung (Standard: 15 %) unter ihrem historischen Mittelwert, zählt das als Signal — KUV und KCV mit vollem Gewicht (1,0), KGV mit halbem Gewicht (0,5), da das KGV stärker durch Einmaleffekte verzerrt werden kann. Die Summe der Gewichte muss ≥ 1,5 betragen: KUV + KCV reichen allein, KGV ist entscheidend wenn eines der anderen beiden bestätigt. Negative Werte (Verlustjahre) werden übersprungen. Die Abweichung ist beim Hinzufügen des Filters frei einstellbar (1–99 %). Ist der Filter aktiv, erscheint in der Tabelle direkt hinter „Unternehmenswert“ die Spalte Historisch günstig (Abweichung). Sie zeigt je Aktie die tatsächlich gemessene Abweichung von KUV, KGV und KCV gegenüber dem eigenen 5-Jahres-Durchschnitt (negativ = günstiger als der Schnitt). Kennzahlen ohne validen 5-Jahres-Schnitt werden weggelassen. Eine kuratierte Vorschau gibt es unter historisch günstige Aktien.
Historisch teuer Gewichtete Votes ≥ 1,5: KUV und KCV je 1,0 — KGV 0,5 — Schwelle je ≥ (100 + Abw.) % des 5J-Durchschnitts Spiegelbildlich zu „Historisch günstig“: liegt eine Kennzahl mindestens um die eingestellte Abweichung (Standard: 15 %) über ihrem 5-Jahres-Durchschnitt, zählt das als Teuer-Signal mit denselben Gewichten. Nützlich für Exit-Entscheidungen oder um Kandidaten mit erhöhtem Bewertungsrisiko zu identifizieren. Die Abweichung ist beim Hinzufügen des Filters frei einstellbar (1–99 %). Ist der Filter aktiv, erscheint hinter „Unternehmenswert“ die Spalte Historisch teuer (Abweichung) mit der je Aktie gemessenen Abweichung von KUV, KGV und KCV gegenüber dem eigenen 5-Jahres-Durchschnitt (positiv = teurer als der Schnitt). Kennzahlen ohne validen 5-Jahres-Schnitt werden weggelassen.
Hoch bewertet Gewichtete Votes ≥ 2,0 aus absoluten Multiples (KUV > 8, PEG > 2,0 je 1,0 — KGVe > 35 mit 0,5) und relativ zum 5J-Durchschnitt (KUV und KCV je 1,0, KGV 0,5 ab ≥ 115 %), dazu mindestens ein absolutes Multiple über seiner Schwelle Kombiniert absolute Bewertungs-Multiples mit dem Abstand zum eigenen 5-Jahres-Durchschnitt. Das KGV bekommt bewusst das geringste Gewicht; PEG entschärft das isoliert irreführende KGV über das Wachstum. Findet anders als „Historisch teuer“ auch dauerhaft hoch bewertete Titel, deren eigener Schnitt bereits erhöht ist. Feste Schwellen, keine einstellbare Abweichung. Mindestens ein absolutes Multiple muss über seiner Schwelle liegen: bei Zyklikern sagt der eigene Schnitt wenig, weil er Boomjahre mit ungewöhnlich niedrigen Multiples enthält.

Handelsvolumen-Filter

FilterLogikErklärung
Handelsvolumen < ∅ 3 Monate Tagesvolumen < 3-Monats-Durchschnitt Unterdurchschnittliches Volumen — kann auf nachlassendes Interesse oder eine Konsolidierungsphase hindeuten.
Handelsvolumen > ∅ 3 Monate Tagesvolumen > 3-Monats-Durchschnitt Überdurchschnittliches Volumen — oft ein Zeichen für erhöhte Aufmerksamkeit, z.B. vor Earnings oder bei News.
Handelsvolumen < ∅ 10 Tage Tagesvolumen < 10-Tage-Durchschnitt Kurzfristig unterdurchschnittliches Volumen — der Handel ist ruhiger als in den letzten zwei Wochen.
Handelsvolumen > ∅ 10 Tage Tagesvolumen > 10-Tage-Durchschnitt Kurzfristig überdurchschnittliches Volumen — kann den Beginn einer stärkeren Kursbewegung signalisieren.

Marktdaten-Filter

FilterLogikErklärung
Short-Squeeze Detektor Leerverkäufe am Float > 15 % und Tagesvolumen > 2 × 10-Tage-Durchschnitt und Beta > 1,3 Sucht Aktien mit hohem Short-Anteil, in die plötzlich massives Volumen strömt: Leerverkäufer geraten unter Eindeckungsdruck und müssen teuer zurückkaufen, was den Kurs weiter treiben kann. Die hohe Beta sorgt für die nötige Kursdynamik. Da das Volumenkriterium ein Intraday-Ereignis ist, zeigt der Filter naturgemäß nur wenige, im Tagesverlauf wechselnde Treffer.
Wash-Out Detektor Kurs > 10 % unter 50-Tage-Schnitt und innerhalb 10 % über dem 52-Wochen-Tief und Tagesvolumen > 2 × 10-Tage-Durchschnitt Sucht Kapitulations-Verkaufswellen: ein scharfer Einbruch unter den kurzfristigen Trend, der den Kurs auf das Jahrestief drückt, begleitet von Panikvolumen, das schwache Hände rausspült. Solche Wash-Outs markieren oft einen Boden - es ist aber ein Hochrisiko-Reversal-Signal (fallendes Messer), keine Qualitätsgarantie. Sinnvoll mit einem Qualitätsfilter wie „Red Flags entfernen“ kombinierbar. Da das Volumenkriterium ein Intraday-Ereignis ist, zeigt der Filter naturgemäß nur wenige, im Tagesverlauf wechselnde Treffer - früh in einer Handelssitzung meist keine.

Red Flag Filter

Diese Filter prüfen auf Warnsignale in der Cashflow-Qualität, Kapitalrendite und Dividendendeckung. Grundlage ist das Verhältnis von Free Cashflow (FCF) zu Nettogewinn sowie weitere Qualitätsindikatoren.

FilterLogikErklärung
Red Flags entfernen Entfernt Aktien mit Warnsignalen Filtert alle Aktien heraus, bei denen mindestens eines der folgenden Kriterien zutrifft — übrig bleiben nur qualitativ saubere Unternehmen:
  • Positiver Gewinn, aber negativer FCF
  • Cash-Conversion unter 50 %
  • Sowohl Nettogewinn als auch FCF negativ
  • Negative Eigenkapitalrendite bei positivem Eigenkapital (ROE ≤ 0, Eigenkapital ≥ 0)
  • Umsatzrückgang von mehr als 15 %
  • Dividendenrendite übersteigt FCF-Rendite um mehr als 10 %
Red Flags anzeigen Zeigt nur Aktien mit mindestens einem Warnsignal Kehrt die Logik um: Es bleiben nur Aktien übrig, bei denen mindestens eines der folgenden Kriterien zutrifft:
  • Positiver Gewinn, aber negativer FCF (Cash-Diskrepanz)
  • Cash-Conversion unter 50 % (FCF < 50 % des Nettogewinns)
  • Sowohl Nettogewinn als auch FCF dauerhaft negativ (Burn-Rate)
  • Negative Eigenkapitalrendite bei positivem Eigenkapital (ROE ≤ 0, Eigenkapital ≥ 0)
  • Massiver Umsatzrückgang (> 15 %)
  • Dividende nicht durch FCF gedeckt (Dividendenrendite > FCF-Rendite × 1,1)

Warnzeichen

Zwei Stufen derselben Frage: Wie schwer wiegen die Schulden? Beide Filter prüfen fünf Kriterien und lösen aus, sobald mindestens zwei davon erfüllt sind. Ein einzelnes Kriterium reicht bewusst nicht — einzelne Titel tragen fehlerhafte Bilanzdaten, und ein einzelner falscher Wert soll kein Urteil tragen.

Banken, Versicherer, Immobilienunternehmen und Versorger bleiben außen vor. Bei einer Bank ist die Verschuldung das Geschäftsmodell, ein REIT arbeitet strukturell mit Fremdkapital, ein Versorger finanziert sein Netz darüber. Die Kennzahlen messen dort etwas anderes als in der Industrie. Aktien ohne Nettoverschuldung — also mit mehr Geld als Schulden in der Bilanz — erscheinen ebenfalls nie.

Eine zu kleine Nettoverschuldung zählt wie keine. Liegen die Netto-Schulden unter 10 % der Marktkapitalisierung, bleibt der Titel außen vor. Zwei der fünf Kriterien reagieren auf Verluste (negativer freier Cashflow, negatives operatives Ergebnis in der Zinsdeckung) und lösen bei einem Verlustbringer gemeinsam aus. Ohne diese Schwelle genügte ein einziger Euro Nettoverschuldung, um ein kassenreiches Wachstumsunternehmen als kritisch verschuldet auszuweisen: Nebius hält 9,37 Mrd USD in der Kasse gegen 9,59 Mrd Schulden, das sind 0,46 % des Börsenwerts, und reißt keine der vier Schulden-Schwellen.

Eine Ausnahme hat diese Schwelle: Titel mit Netto-Schulden ab dem Dreifachen des EBITDA werden immer geprüft, auch wenn die Schulden gemessen am Börsenwert klein wirken. Der Bezug auf die Marktkapitalisierung hat nämlich einen blinden Fleck — je höher die Aktie bewertet ist, desto geringer erscheint dieselbe Schuldenlast. Die Netto-Schulden je EBITDA messen dagegen gegen die Ertragskraft und bleiben davon unberührt.

KriteriumHohe VerschuldungKritische Verschuldung
Netto-Schulden je EBITDA ≥ 3 ≥ 5
Dünne Eigenkapitaldecke
Eigenkapitalquote oder Verschuldungsgrad
Quote ≤ 25 % oder Schulden ≥ 1,5-fach Eigenkapital Quote ≤ 10 % oder Schulden ≥ 3-fach Eigenkapital
Tilgungsdauer aus freiem Cashflow ≥ 8 Jahre oder Cashflow negativ ≥ 15 Jahre oder Cashflow negativ
Unternehmenswert je Marktkapitalisierung ≥ 1,3 ≥ 2,0
Zinsdeckung (TTM und Quartalsmedian) < 3 < 1,5

Die Eigenkapitaldecke wird an zwei Verhältnissen gemessen, zählt aber nur einmal. Die Eigenkapitalquote setzt das Eigenkapital ins Verhältnis zur Bilanzsumme und übersieht dabei, woraus die Verbindlichkeiten bestehen. Der Verschuldungsgrad (Schulden je Eigenkapital) betrachtet nur die Finanzschulden und findet dadurch Unternehmen, die bei ordentlicher Quote trotzdem stark fremdfinanziert sind — Bristol-Myers Squibb etwa mit einer Quote von 25 % bei einem Verschuldungsgrad von 1,93.

Dass beide zusammen nur einen Punkt geben, ist Absicht: Sie messen dieselbe Sache. Unternehmen, die über Jahre eigene Aktien zurückgekauft haben, weisen kaum noch Buchwert aus — Home Depot kommt so auf eine Quote von 13 % und einen Verschuldungsgrad von 4,0, verdient seine Zinsen aber 8,6-fach. Als getrennte Kriterien hätte allein diese eine Tatsache den Filter ausgelöst.

Die Zinsdeckung trennt die beiden Stufen inhaltlich: Die übrigen Kriterien sagen, wie hoch die Schulden sind, die Zinsdeckung sagt, ob sie noch bedient werden können. Sie setzt das operative Ergebnis (EBIT) ins Verhältnis zum Zinsaufwand — ein Wert von 5 heißt, das Unternehmen verdient seine Zinsen fünffach. Ein Titel mit fünffachem EBITDA an Schulden und Zinsdeckung 8 ist solide finanziert, derselbe mit Zinsdeckung 1,2 ist ein Sanierungsfall.

Das Kriterium löst nur aus, wenn beide Lesarten unter der Schwelle liegen: die Summe der letzten vier Quartale und der Median dieser vier Quartale. Der Grund ist eine einmalige Abschreibung — sie drückt die Jahressumme ins Minus, obwohl das laufende Geschäft die Zinsen mühelos trägt. Der Median hält das aus. Umgekehrt bestraft der Median ein Jahr, das von einem einzelnen starken Quartal getragen wird. Erst gemeinsam sind beide belastbar. Beide Werte lassen sich als eigene Spalten in der Gruppe „Bilanz“ einblenden.

Ist einer der beiden Filter aktiv, erscheinen zwei zusätzliche Spalten. Verschuldung (Befund) benennt im Klartext, welche Kriterien ausgelöst haben, zum Beispiel „Netto-Schulden 6,5-fach EBITDA; Eigenkapitalquote 4,0 %; Zinsdeckung 1,1-fach“.

Verschuldung (Punkte) fasst dieselben Kriterien zu einer Zahl von 0 bis 10 zusammen, nach der sich die Tabelle sortieren lässt — von „angespannt“ bis „akut“. Jedes Kriterium zählt einen Punkt, wenn es die Schwelle der ersten Stufe reißt, und zwei Punkte bei der harten Schwelle der zweiten. Damit steht ein Unternehmen mit zwei kritischen Befunden über einem mit vier gerade eben erhöhten.

Ein Beispiel: Boeing kommt auf 6 Punkte — Netto-Schulden 3,8-fach EBITDA (ein Punkt), Eigenkapitalquote 3,7 % (zwei Punkte, harte Schwelle), freier Cashflow negativ (zwei Punkte) und Zinsdeckung 1,8 (ein Punkt). Eine leere Punktespalte heißt „nicht beurteilt“ (Bank, Versorger, Immobilien, kein nennenswerter Nettoschuldenstand oder zu dünne Datenlage), eine 0 dagegen „geprüft, kein Kriterium erfüllt“.

Kritische Verschuldung ist eine Teilmenge von Hohe Verschuldung: Wer nach hoher Verschuldung filtert, sieht die kritischen Fälle mit. Eine leere Zinsdeckung bedeutet nicht Zinsfreiheit, sondern dass die Kennzahl für diesen Titel nicht berechenbar war — die übrigen vier Kriterien greifen dann weiterhin.

Index-, Länder- und Sektorauswahl

Indizes

Wählen Sie aus verschiedenen Indizes, um Ihre Analyse einzugrenzen:

  • Alle +2.300 Aktien (Abo)
  • Mein Portfolio (nur mit offenem Depot)
  • Meine Watchlist (erscheint wenn Watchlist-Einträge vorhanden)
  • Dow Jones (kostenlos)
  • Nasdaq-100 (Abo)
  • S&P 500 (Abo)
  • S&P 400 (Abo)
  • DAX 40 (Gratiskonto)
  • MDAX (Abo)
  • SDAX (Abo)
  • TecDAX (Abo)
  • EURO STOXX 50 (Abo)
  • FTSE 100 (Abo)
  • CAC 40 (Abo)
  • Nikkei 225 (Abo)
  • Dividendenaristokraten (Abo)

Länderauswahl

Konzentrieren Sie Ihre Suche auf bestimmte Märkte — von den USA über Europa bis Asien.

Die Auswahlliste wird aus dem tatsächlich vorhandenen Aktienuniversum erzeugt. Es erscheint also jedes Land, zu dem Aktien im Screener vorliegen, und neue Länder stehen automatisch zur Verfügung, sobald die erste Aktie von dort aufgenommen wird.

Sektor- und Branchenauswahl

Filtern Sie nach Sektoren wie Technologie, Gesundheit oder Energie. Die Branchenauswahl passt sich dynamisch an den gewählten Sektor an und zeigt nur Branchen, zu denen im gewählten Sektor auch Aktien vorliegen.

Wie bei den Ländern stammen beide Listen aus dem tatsächlich vorhandenen Aktienuniversum. Die Bezeichnungen entsprechen damit genau den Werten in den Tabellenspalten Sektor und Branche.

FAQ — Häufig gestellte Fragen

Was genau macht ein Strategiefilter?

Ein Strategiefilter kombiniert mehrere Kennzahlen-Bedingungen zu einem Gesamtfilter. Nur Aktien, die alle Kriterien gleichzeitig erfüllen, werden angezeigt. Die exakten Kriterien finden Sie oben bei jedem Filter aufgelistet.

Kann ich Strategiefilter mit individuellen Filtern kombinieren?

Ja. Wählen Sie einen Strategiefilter und fügen Sie beliebig viele individuelle Filter hinzu. Alle Bedingungen müssen gleichzeitig erfüllt sein — die Filter werden per UND verknüpft.

Was bedeutet „Dividendenrendite > 5-Jahres-Durchschnitt“?

Dieser Vergleich prüft, ob die aktuelle Dividendenrendite einer Aktie höher ist als ihr eigener Durchschnitt der letzten 5 Jahre. Das kann darauf hindeuten, dass die Aktie im Verhältnis zu ihrer historischen Bewertung günstig ist.

Warum werden bei manchen Filtern kaum Ergebnisse angezeigt?

Strategiefilter wie „Burggraben“ oder „Billige Aktien“ setzen hohe Anforderungen an mehrere Kennzahlen gleichzeitig. Je mehr Kriterien kombiniert werden, desto weniger Aktien bleiben übrig. Versuchen Sie, den Index auf „Alle Aktien“ zu setzen, um einen größeren Datenpool zu nutzen.

Was ist der Unterschied zwischen Durchschnitt und Median beim Dividendenwachstum?

Der Durchschnitt addiert alle Jahreswerte und teilt durch die Anzahl — ein einzelnes extremes Jahr kann den Wert stark verzerren. Der Median nimmt den mittleren Wert der sortierten Reihe — er ist robuster gegen Ausreißer und zeigt das typische Wachstumstempo.

Welche Indizes sind kostenlos verfügbar?

Der Dow Jones ist ohne Anmeldung frei zugänglich. Mit einem kostenlosen Konto wird zusätzlich der DAX 40 freigeschaltet. Alle weiteren Indizes und der volle Aktienpool erfordern ein Abo.

Was bedeuten Momentum und Relative Stärke beim Trendstärke-Filter?

Momentum misst die kurzfristige Kursdynamik einer Aktie. Es ist das Verhältnis aus dem aktuellen Kurs und dem Kurs vor 28 Handelstagen:

Momentum = Kursheute / Kursvor 28 Tagen

Werte > 1,0 bedeuten, dass der Kurs in den letzten 28 Tagen gestiegen ist; Werte < 1,0 zeigen einen Rückgang an.

Die Relative Stärke nach Levy setzt den aktuellen Kurs ins Verhältnis zum eigenen 189-Tage-Durchschnitt der Aktie:

RSL = Kursheute / 189-Tage-Durchschnitt

Werte > 1,0 bedeuten, dass die Aktie über ihrer mittelfristigen Trendlinie notiert — ein klassisches Stärkesignal nach Robert A. Levy. Anders als die marktbezogene Relative Stärke (z.B. gegen einen Index) misst die RSL nach Levy die Stärke der Aktie ausschließlich gegen die eigene Kurshistorie.

Was prüft der Filter „Gesunde Bilanz“ genau?

Der Filter vergleicht die Marktkapitalisierung mit dem Enterprise Value (Marktkapitalisierung + Nettoverschuldung). Unternehmen, bei denen der Enterprise Value die Marktkapitalisierung überproportional übersteigt, haben eine hohe Verschuldung und werden herausgefiltert.

Loading...
Loading...